17 Juni 2014 - 04:49
Irans Vizepräsident trifft Raúl Castro

Am Rande der Sitzung der Gruppe 77 + China in Bolivien hat sich gestern Abend der iranische Erste Vizepräsident Eshagh Jahangiri mit dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro getroffen und dabei das Recht Irans auf die friedliche Nutzung der Atomenergie hervorgehoben.

Die Islamische Republik Iran werde niemals auf seine legalen Rechte verzichten, sagte der iranische Vizepräsident und betonte zugleich die vollkommene Transparenz bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie. Er wies dabei auf den Doppelstandard des Westens hin: „Einige Staaten verfügen über Atomwaffen und sind überhaupt nicht Mitglied des Atomsperrvertrags. Trotzdem werden sie vom Westen unterstützt.“ Jahangiri hob den gemeinsamen Standpunkt Irans und Kubas hinsichtlich des Widerstands gegen unrechtmäßige Forderungen der Großmächte hervor und bezeichnete dies als eine Basis für den Ausbau der bilateralen Beziehungen. Raúl Castro forderte auch die Erweiterung der Beziehungen zu Iran. Castro sagte, die iranische Revolution hatte einen tiefen Einfluss auf die ganze Region und bereitete den Großmächten Angst. „In jede Region, in die sich die USA eingemischt haben, herrscht Unsicherheit und Gewalt, von Afghanistan und dem Irak bis zu Pakistan und Syrien“, sagte Kubas Präsident.